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Löbau - die Garnison
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Vom Bau der Jägerkaserne in den Krieg

 

Lange hatten die Löbauer um eine Garnison beim Sächsischen Kriegsministerium nachgesucht. Zu Beginn des Jahres 1912 zeichnete sich ab, dass ihr Traum bald wahr werden könnte. Dies hielt der Stadtgemeinderat zunächst jedoch geheim. Am 4. April - es war der Karfreitag - kam endlich die "frohe Osterbotschaft": Das Jägerbataillon Nr. 12 aus Freiberg sollte in Löbau einziehen.

Das Originalschreiben, bis heute aufbewahrt im Stadtarchiv:

Vorderseite

 

Rückseite 

Bürgermeister Mücklich ließ obiges Schreiben sofort umlaufen und wies an, die öffentlichen Gebäude zu beflaggen. Auf dem Schreiben stehen Unterschriften und Bemerkungen der Stadträte, wie: "Hurrah", "mit vieler Freude gelesen", "hocherfreut", "hocherfreut, endlich am Ziel" u.ä.

 

Sondermeldung in der "Oberlausitzer Zeitung und Nachrichten":

 

Am Vormittag des 22. Mai 1912 begrüßte Bürgermeister Mücklich den Kommandeur des Jägerbataillons Nr. 12 in Löbau. Sie besprachen Details zum Bau der Jägerkaserne. Am späten Nachmittag begab sich Mücklich mit den Herren des Stadtgemeinderates auf die Ostseite des Löbauer Berges zu einer Flurbegehung. Dort verstarb Mücklich an einem Gehirnschlag. Die Früchte seiner jahrelangen Bemühungen um eine Garnison konnte er nicht mehr ernten!

Die Todesanzeige im Sächsischen Postillon:

Mehr Informationeen auf der Bildseite von Peter Emrich: Hier klicken! 


 

 

Am 10. April 1913 legte der nachfolgende Bürgermeister Dr. Schaarschmidt, geimeinsam mit den Baumeistern Uhlig, Müller und Berthold, den Grundstein für die Jägerkaserne. Dr. Schaarschmidt hielt die Ansprache und ließ eine Kupferbüchse versenken. In ihr liegen eine Urkunde sowie verschiedene für die Stadt typische Utensilien. Vom Löbauer Berg donnerten Böller und anschließend begaben sich die Herren ins Reataurant "Stadt Warschau", das Ereignis zu begießen. 
Anm.: Am Standort dieser ehemaligen Gaststätte steht heute ein Supermarkt.

Für den Bau der Kaserne nahm die Stadt einen Kredit in Höhe von 1.500 000 RM bei der Knappschaftskasse Freiberg auf. Mit 800.000 RM musste er im Nachhinein noch einmal aufgestockt werden. Außerdem stellte der Stadtrat zugunsten der Kaserne den Bau der Hindenburgbrücke - das ist die heutige Brücke der Jugend - zurück.

Impressionen vom Kasernenbau: 

 

 

 

 

 

 

 

 

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